Am Dienstag, 24.2.2015 um 16:25 Uhr, zeigt ARTE die Dokumentation „Lachse, Bären, Liebestänze – Bei den Itelmenen auf Kamtschatka“ von unserem Freund und Mitglied der Steller-Gesellschaft Christoph Boekel. (Eine Wiederholung der Sendung gibt es am 3.3.2015 um 7:45 Uhr.)

Der Film verdient unsere Sympathie. Er würdigt auch unseren hochgeschätzten Georg Wilhelm Steller. Informationen und Mediathek:
www.arte.tv/guide/de/038972-000/lachse-baeren-liebestaenze

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Am äußersten Rand des riesigen russischen Herrschaftsgebietes erstreckt sich von Norden nach Süden über 1.200 Kilometer die Halbinsel Kamtschatka, im Osten vom Pazifik, im Westen vom Ochotskischen Meer begrenzt. Hoch aufragende, teils immer wieder tätige Vulkane, undurchdringliche Wälder, mit Beerensträuchern bedeckte Ebenen und unzählige Flüsse prägen die faszinierende Landschaft. Riesige Lachsschwärme laichen hier und gut 16.000 Braunbären bevölkern Kamtschatka. Bis vor nicht allzu langer Zeit war der Zutritt fast ausschließlich beim Militär beschäftigten Personen vorbehalten, heute ist es zwar mühsam, aber immerhin wieder möglich, die Halbinsel zu erkunden.

Georg Wilhelm Steller war im frühen 18. Jahrhundert einer der ersten Forscher, dem es gelang, nach jahrelangen Strapazen Kamtschatka zu erreichen. Neben der Beschreibung der Tier- und Pflanzenwelt galt sein Interesse den Itelmenen, den Ureinwohnern des südlichen Teils der Halbinsel. Durch teilnehmende Beobachtung konnte er ein umfassendes Bild der Lebensweise und Kultur dieses Naturvolkes gewinnen. Stellers umfangreiche Aufzeichnungen ermöglichen den indigenen Nachfahren der Itelmenen, Teile ihrer in Vergessenheit geratenen Kultur heute wiederaufleben zu lassen.

Der Filmemacher Christoph Boekel hat sich auf die Spuren dieses außergewöhnlichen Naturforschers begeben. Die wenigen auf der insgesamt dünn besiedelten Kamtschatka verbliebenen Itelmenen haben ihn, wie vor Jahrhunderten seinen Landsmann Steller, freundschaftlich aufgenommen und ihn an ihrem Alltag, ihren Festen und Tänzen teilnehmen lassen. Die überwältigenden Eindrücke vom kurzen und intensiven Sommer lassen fast vergessen, wie hart und entbehrungsreich noch heute das Leben an diesem Ende der Welt ist. (arte)