Einladung zu den Deutsch-Russischen Begegnungen 2014

Einladung zur Festveranstaltung 20 Jahre Deutsch-Russische Begegnungen
am Donnerstag, 13. November 2014, um 19 Uhr in die Franckeschen Stiftungen, Franckeplatz 1/Haus 54 (Festsaal des IZEA).

Grußworte

Dr. Thomas Müller-Bahlke
Direktor der Franckeschen Stiftungen

Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg
Vizepräsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Frühauf
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Stellv. geschäftsführender Direktor des Instituts für Geowissenschaften und Geographie

Dr. Irina Tunkina
Direktorin des Archivs der Russischen Akademie der Wissenschaften, Zwgst. St. Petersburg

Festvortrag
„Deutsch-russische Kulturbeziehungen –
Ein Weg zu einem friedlicheren Europa?“

Dr. h.c. Gernot Erler, MdB
Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft

Musikalische Umrahmung durch den Musikzweig des Landesgymnasiums Latina August Hermann Francke

Weitere öffentliche Abendveranstaltungen zu den DRB 2014

Mittwoch, 12. November 2014, 18 Uhr
„Nordostpassage“
Multivisionsshow mit Steffen Graupner, Jena, Geophysiker und Bergsteiger
Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1/Haus 26, Englischer Saal

Freitag, 14. November 2014, 19.30 Uhr
„Lachse, Bären, Liebestanz – die Itelmenen auf Kamtschatka”
Filmabend mit einer Dokumentation von Christoph Boekel, München
Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Domplatz 4, Hörsaal

Samstag, 15. November 2014, 19 Uhr
„Seltene Erden – Kamtschatka“
Lyrik – Bilder – Filmsequenzen – Musik
von Scardanelli & Wannhoff, Berlin
Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungender Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Domplatz 4, Hörsaal

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Mail vom Chefredakteur der MZ

Der Chefredakteur der „Mitteldeutschen Zeitung“, Herr Hartmut Augustin, hat am 3.9.2014 an die Steller-Gesellschaft gemailt. Hier der Inhalt der Nachricht:

Sehr geehrte Damen und Herren,

das deutsch-russische Verhältnis ist derzeit angespannt. Aber, auch in diesen besonderen Zeiten erneuert sich die deutsch-russische Freundschaft. Die Mitteldeutsche Zeitung hat dafür ein sehr schönes Beispiel gefunden, das Sie vielleicht schon selbst entdeckt haben. Wir haben den Weg einer Postkarte recherchiert, die mehr als 70 Jahre gebraucht hat, um die Adressatin zu erreichen. Unsere Reporter waren in Sachsen-Anhalt und Moskau unterwegs. Neben den Texten möchte ich Ihnen ganz besonders auch den Film empfehlen. Ich denke, diese kleine journalistische Meisterleistung sollten Sie Ihren Mitgliedern nicht vorenthalten.

Mit herzlichen Grüßen
Hartmut Augustin


„Völker und Landschaften“

Jahresausstellung der Internationalen Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft
vom 17. Juni bis 29. Juli im Kalthaus des Botanischen Gartens

Georg Wilhelm Steller (1709-1746) studierte in Halle Medizin und Theologie von 1731-1734 und verdiente seinen Lebensunterhalt als Hilfslehrer in Franckes Waisenhaus. Die ausgezeichnete naturwissenschaftliche Ausbildung an der Friedrichs-Universität in Halle und die europäischen Netzwerke August Herrmann Franckes (1663-1727) und der Universität befähigten Steller, Teilnehmer einer der größten Expeditionen aller Zeiten, der Großen Nordischen Expedition (1733-1743) zu werden. Unter Vitus Bering, dem Kolumbus des Zaren, durchzog er den Kontinent von Petersburg bis Kamtschatka und war der erste europäische Naturforscher auf Alaska. Weder Vorgänger- noch Nachfolgeexpeditionen haben diese Spannweite erreicht. G. W. Steller verband mit seinen Forschungen Europa, Asien und Amerika.

Um die Bedeutung von Georg Wilhelm Steller einerseits und um die Bedeutung der Stadt Halle andererseits für die Erkundung der Welt zu erhellen, gestaltet die Steller-Gesellschaft seit einigen Jahren Ausstellungen im Kalthaus des Botanischen Gartens.

Auch in diesem Jahr hat unsere Ausstellung drei Teile. An der Stirnseite ist die Wanderausstellung „Terra incognita“ der Franckeschen Stiftungen zu Halle aufgestellt. Sie beschreibt die Große Nordische Expedition, ihre Voraussetzungen, Ergebnisse und Folgen.

Zu ihr hinführend wird auf der linken Längsseite des Kalthauses an Daniel Gottlieb Messerschmidt (1685-1735) erinnert, dem Vorreiter der Großen Nordischen Expedition. Auch er studierte in Halle Medizin. Ihm ist das Jahresprogramm 2014 der Steller-Gesellschaft gewidmet. Messerschmidt beschrieb als erster das Volk der Ewenken und ihre schamanistischen Bräuche. Diese sind bis heute erhalten und in der Fotoausstellung „Wer seid ihr, Schamanen? Magisches Schamanenfeuer“ von Herrn Dr. A. A. Alexeev (Universität Jakutsk) dokumentiert. Seine Fotos wurden schon in Jakutien, Moskau, Tuva, St. Petersburg und New York gezeigt.

Auf der rechten Längsseite führt wiederum eine Fotoausstellung zum Ausgang zurück. Wir wenden uns einer Nachfolgeexpedition der Großen Nordischen Expedition zu. Das heutige Kasachstan war Expeditionsgebiet von Peter Simon Pallas (1741-1811). Gleichfalls Medizinstudent in Halle. Diese Landschaft bereiste 2013 Dr. Heike Heklau (MLU Halle-Wittenberg) mit sieben anderen Naturwissenschaftlern. Ihre Fotos zeigen „Kasachstan – Lebensräume der Steppen, Halbwüsten, Wüsten und Gebirge“.

Herzlich sei H. Heklau, A. Berg und H. Dörfelt für ihre Eindrücke der Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt in diesem Teil Kasachstans gedankt. Wir danken den Franckeschen Stiftungen zu Halle für die Überlassung der Wanderausstellung „Terra incognita“ und von Bilderrahmen. Gleichfalls für die Leihgabe von Bilderrahmen danken wir der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt. Für die freundliche Hilfe bei den Einrahmungen sei Herrn Michael Wiegand, Rahmen- und Kunsthandel, gedankt. Frau Sonja Bota, München verdanken wir den Kontakt nach Jakutien zu Herrn Alexeev. Immer wieder konnten wir ihr Fragen zu diesen weit hergereisten Fotos stellen. Herzlicher Dank an beide. Aus der Steller-Gesellschaft beteiligten sich besonders an den Ausstellungsvorbereitungen H. Heklau, F. Lippold, E. Wollnick, M. Paul, W. Hintzsche, A. Schaaf, H. Lehmann. Vielfältige Hilfe erhielten wir von den Mitarbeitern des Botanischen Gartens der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter ihrem Technischen Leiter Herrn Axel Fläschendräger. Unser besonderer Dank gilt den Grafikern Matthias Trinks, gen. Beck und Lutz Grumbach für die professionelle Vorbereitung und Betreuung der Ausstellung.

Anna-Elisabeth Hintzsche
Internationale Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft

Besichtigung zu den Öffnungszeiten des Botanischen Gartens Mo – Fr: 14:00 – 18:00 Uhr,
Sa/So 10:00 – 18:00 Uhr | außer zu Zeiten von Veranstaltungen im Kalthaus

Finissage am 29. Juli 2014 um 19.00 Uhr. • Am 16.07.2014 berichtete die MZ über diese Ausstellung.


7. Geburtstag der Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft

Liebe Freunde der Steller-Gesellschaft,

heute vor sieben Jahren, am 8. Mai 2007, gründete sich in Halle die Internationale Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft. — Georg Wilhelm Steller, der mit seinen Forschungen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Europa, Asien und Amerika verband, soll durch unser Engagement Wahrnehmung und Anerkennung erfahren.

So wurde das „Steller-Beet“ im „Pflantzgarten“ der Franckeschen Stiftungen zum gestrigen „Dattelpalmenfest“ durch H. Heklau aufgefrischt. Gleichfalls mit H. Heklau begann gestern der diesjährige „G. W. Steller-Pflanzenbestimmungskurs“ für Medizinstudenten im zauberhaften Botanischen Garten der Universität. Mit beiden Aktivitäten wenden wir uns der jungen Generation zu. Auch im Botanischen Garten kann zur Museumsnacht in der Stadt Halle am 10. Mai ab 18.00 Uhr der „Steller-Pfad“ erkundet werden.

Die diesjährige Tagung „Deutsch-Russische Begegnungen 2014“ widmet sich den lebendigen Wissenschaftsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland, insbesondere Halle, seit über dreihundert Jahren. Besonders soll die Kontinuität „20 Jahre Tagung Deutsch-Russische Begegnungen in Halle“ gewürdigt werden. Neben Georg Wilhelm Steller wird in diesem Jahr Daniel Gottlieb Messerschmidt im Blickpunkt stehen.

Immer sind die Menschen den Wechselfällen der Geschichte im Guten als auch im Gefährlichen ausgeliefert. Die Schicksale beider Forscher und unserer beider Völker belegen das.

Die Möglichkeit friedlicher lebendiger wissenschaftlicher Zusammenarbeit zeigt unsere Realität der letzten 25 Jahre. Daran anknüpfend versucht die Steller-Gesellschaft, Brückenbauer und Netzwerker trotz der konfliktgeladenen Situation im Osten Europas zu sein. Uneigennützig, freundlich, intelligent, friedliebend, kreativ, geduldig, ausdauernd will die Steller-Gesellschaft kleine Beiträge liefern, die großen Ideale von Mitmenschlichkeit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde zum Schutz gegen die Wechselfälle der Geschichte hoch zu halten.

In diesem Sinne grüßen wir aus Halle zu unserem Geburtstag alle Freunde der Steller-Gesellschaft.

Elisabeth Hintzsche


20 Jahre „Deutsch-Russische Begegnungen“ in Halle

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der „Deutsch-Russischen Begegnungen“ laden die Franckeschen Stiftungen gemeinsam mit der Internationalen Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft e.V. vom 12. – 16. November 2014 zu einer Jubiläumstagung nach Halle ein. Im Mittelpunkt wird der Wissenschaftler, Sibirienreisende und Lutheraner Daniel Gottlieb Messerschmidt (1685-1735) stehen, dessen Lebenswerk im frühen 18. Jahrhundert exemplarisch für die engen kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen der Franckeschen Stiftungen und der Friedrichs-Universität in Halle mit Russland steht.

Die Organisatoren laden ein, bis zum 5. Mai 2014 ein Thema für die diesjährige Jubiläumstagung einzureichen (mit Abstract, max. 500 Wörter). Die Organisatoren werden die Vorträge für die Tagung auswählen und das Programm der Deutsch-Russischen Begegnungen Anfang Juli 2014 bekannt geben. Die Reise- und Übernachtungskosten der Vortragenden werden nach den Richtlinien des Bundesreisekostengesetzes vom Veranstalter erstattet. Die Veranstaltung findet im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen (Franckeplatz 1, Haus 1) statt.


Atlas der abgelegenen Inseln

Am 21. Februar brachte MDR Figaro in der Buchlesung „50 Inseln auf denen ich nicht war und nicht sein werde“ von Judith Schalansky eine Hörprobe von G. W. Stellers Beschreibung der Seekuh (Insel St. Georg). Mehr bei MARE online.


RUSSLANDS ARKTIS – Im Eispalast des Bären

Vortrag von Steffen Graupner am 23.01.2014 in Halle beim Alpenverein.

Für Zaren, Sowjets und lupenreine Demokraten bargen ihre nordischen Provinzen zwischen Tundra und Eismeer seit jeher zweierlei zugleich: Magische Schätze und die Schrecken von Eis und Finsternis. Entlang des nördlichen Seeweges, der legendären Nordostpassage, zementierte zuerst die junge Sowjetmacht ihren geopolitischen Anspruch von Murmansk bis Providenija mit Häfen, Polarstationen und Atomeisbrechern. Nach 1991 ließen zwei Dekaden des Niedergangs den Norden fast in Vergessenheit geraten. Heute nun eröffnen Rohstoffhunger und Klimadynamik neue Wege in Russlands Norden und es beginnt ein arktisches Monopoly: Reedereien, Rohstoffkonzerne und Regionalfürsten träumen vom Big Business – und die Umweltschutzverbände fordern den totalen Schutz der Natur. Und wo bleiben die Menschen in diesem Spiel?
Antworten auf diese Frage suchte der Jenaer Geophysiker und Bergsteiger Steffen Graupner direkt vor Ort bei Russen, Nenzen, Tschuktschen und Yupik. Dabei durchstreifte er die russische Arktis mit Ski auf dem Eis der zugefrorenen Beringstraße, per Schneemobil durch die Tundra der Tschuktschenhalbinsel und auf dem Schiff entlang der Küsten von Nowaja Semlja und Franz-Josef-Land.


Georg Wilhelm Steller – der Entdecker Alaskas

Unter diesem Titel sendete das niederländische Fernsehen (Nederland 2) am 5.1.2014 um 20.20 Uhr in der Reihe „O`Hanlons Helden“ einen Film über G. W. Steller. – Redmond O`Hanlon zeigt darin G. W. Stellers Weg von St. Petersburg bis Alaska.