Der deutsche Naturforscher Georg Wilhelm Steller (1709–1746) reiste so weit wie kaum jemand in seiner Zeit: Er durchquerte mit der Zweiten Kamtschatka-Expedition Sibirien bis zur Pazifikküste und fuhr von dort mit Vitus Bering bis nach Alaska. Einige der von ihm beschriebenen Tierarten tragen bis heute seinen Namen. Ebenso bedeutsam wie seine naturkundlichen Entdeckungen sind seine Beiträge zur frühen Ethnologie.
Auch wenn Informationen aus der Ferne spärlich waren und die meisten Dokumente seiner Forschungen noch jahrzehntelang unter Verschluss blieben, verfolgte die deutsche Gelehrtenwelt Stellers Reisen mit wachsendem Interesse. Nachdem Steller auf der Rückreise in Tjumen gestorben war, entstanden daher in kurzer Folge zwei Lebensbeschreibungen. Die erste stammt von Johann Heinrich Gottlob Justi (1717–1771) und stützt sich im Wesentlichen auf Briefe, die Steller an seine Familie in Deutschland schickte. Die zweite nimmt kritisch Bezug darauf und führt eine genauere Kenntnis der Verhältnisse in Sibirien und persönliche Bekanntschaft mit Steller als Grundlage ihrer Legitimation an. Sie ist anonym erschienen, wurde aber schon bald Johann Georg Gmelin (1709–1755) zugeschrieben, der Steller in Russland kennen gelernt hatte, inzwischen jedoch nach Deutschland zurückgekehrt war.
Diese beiden Lebensbeschreibungen zeugen von dem Bedürfnis, sich ein Bild von dem außergewöhnlichen Naturforscher zu machen, der als Vorläufer der großen Forschungsreisenden des 18. Jahrhunderts gelten kann. Sie stehen am Anfang einer Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Stellers, die bis heute nicht aufgehört hat.
ISBN: 978-3-98859-013-8
Edition Wehrhahn, Band 35
88 Seiten
Broschur
Am 23.04.2024 erschienen
Deutsch
Anna-Elisabeth Hintzsche
Internationale Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft e.V.
Iida Turpeinens Debütroman Beasts of the Sea, in Rezensionen als „Weltklasse-Literatur“ gelobt, wurde in Deutschland nur drei Wochen nach seiner Veröffentlichung in Finnland vorweggenommen.
Der Debütroman Beasts of the Seavon Iida Turpeinen wird schnell zum literarischen Phänomen des Herbstes 2023 in Finnland. Der Roman wurde in der ersten Septemberwoche veröffentlicht und hatte einen herrlichen Anfang, als die größte finnische Zeitung, Helsingin Sanomat, es zur „Weltklasse-Literatur“ erklärte. Die erste Auflage war seit einer Woche ausverkauft.
In Finnland Beasts Of The Sea erscheint von S&S, Teil von Schildts & Söderströms.
Sebastian Guggolz, der übernehmende Redakteur bei S. Fischer:
„Was für ein wunderbarer Roman! Ich liebe die Idee, die Geschichte der Expeditionen in verschiedenen Zeiten zu erzählen, und des Skeletts von Stellers Seekuh, die all das zusammenhält und die Jahrhunderte verbindet. Ich liebte auch die Art und Weise, wie Iida ihre Geschichte erzählt: Es ist so klug, es mit verschiedenen Individuen zu tun, die mit der Steller-Seekuh verbunden sind und sich auch auf weibliche Charaktere konzentrieren, die Teil oder Hintergrund sind. Iida hat einen schönen Schreibstil, und der Roman erzählt auch viele Dinge über Wissenschaft, auf eine sehr einladende Weise für die Leser.“
Bestie des Meeres (2023)
Im Roman trifft die faszinierende Geschichte auf den Verlust und das Aussterben der Natur, und die Wissenschaft geht Hand in Hand mit einer literarischen, aber blattartigen Geschichte. Der Roman erstreckt sich über 200 Jahre in drei verschiedenen Zeiträumen. Die Geschichten der Individuen sind von einem wunderbaren, seltsamen Meeressäuger, der Seekuh von Steller, die bald nach der Entdeckung ausgestorben ist, zusammengefügt.
Im Roman führen menschliche Ambitionen zur Zerstörung anderer Arten, schaffen aber auch den Drang, wiederzubeleben und zu bewahren, was gerettet werden kann.
Georg Wilhelm Steller: Die Opfer einer Forschungsreise von Aura Koivisto (Autor), Frau Marleen Hawkins (Übersetzerin) Taschenbuch bei W. Kohlhammer GmbH| erscheint 30.06.2024 | lieferbar ab 09.07.2024
Georg Wilhelm Steller (1709-1746) war Arzt, Botaniker und Ethnograph. Im Jahr 1741 nahm Steller unter der Leitung von Vitus Bering an der „Großen Nordischen Expedition“ teil. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Expedition in Alaska überhaupt an Land ging. In lediglich zehn Stunden erfasste und dokumentierte Steller über 150 Pflanzen und entdeckte die indigene Gesellschaft der Aleuten. Auf der Rückreise strandete die Expedition für rund ein Jahr auf der Beringinsel. Unter extremen Bedingungen erwies sich Steller als herausragende Führungsperson und als Überlebenskünstler. Vor allem ihm ist zu verdanken, dass ein großer Teil der Besatzung überlebt hat. Zu alledem hat er auf der Beringinsel Fauna und Flora dokumentiert. Einige mittlerweile ausgestorbene Tiere sind uns nur durch seine Aufzeichnungen bekannt. Aura Koivisto zeichnet nicht nur Leben und Entdeckungen Stellers auf seiner abenteuerlichen Reise nach, sondern geht auch auf die Folgen der menschlichen Eingriffe in unberührte Naturräume ein. Ein Buch voller Wissen und kluger Gedanken. Koivisto ist Biologin und durch diverse Publikationen ausgewiesene Expertin zu Steller.
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